"Im Vergleich mit den sonstigen Entfernungen in der Bundesliga ist das ein richtiges Lokalderby", geht Team-Manager Holger Schell davon aus, daß sich auch zahlreiche der treuen VCW-Anhänger auf den kurzen Weg nach Heidelberg machen werden. Rund 1200 Zuschauern pilgern dort regelmäßig in die Halle am zweiten Ring und unterstützen tatkräftig die Mannschaft von Ex-Nationalspielerin Tanja Hart. Um den Einzug in die Meisterrunde abzusichern haben die Hessen die zwei Punkte gegen den Volleyballnachwuchs fest eingeplant. Sollten sich die Wiesbadenerinnen dann keine größeren Ausrutscher mehr erlauben, dürfte ihnen die sechs Punkte Vorsprung auf den nächstplazierten USC Münster bis zum Ende der Normalrunde nicht mehr zunehmen sein.
"Wir wollen jetzt endlich Spiele gewinnen", hatte Bundestrainer Dirk Groß bereits vor dem Auswärtsspiel in Münster die Devise ausgegeben. Nach dem folgenden schwachen Auftritt konnten seine Schützlinge zwei gute Spiele gegen Spitzenmannschaften der Liga hinlegen. Zum Sieg hat es jedoch noch nicht gereicht. "Wir haben gut mitgespielt, aber an Kleinigkeiten hat es noch gehapert", hofft Groß das seinem Team noch der zum erfolgführende letzte Schritt gelingt. "Wieder aggressiv aufschlagen und mutig angreifen", kann seine Formel dazu nur lauten. Michaela Sabrowske, die sonst zwischen den Bundesligaspielen im Berliner Volleyballinternat wohnt und trainiert, konnte diese Woche ferienbedingt komplett in Heidelberg verbringen und an der Abstimmung mit den Zuspielerinnen feilen Verzichten muss der Bundestrainer dagegen auf Chantal Laboureur und Luise Mauersberger, beide vom jüngeren 90er-Jahrgang, die für die Auswahl Baden-Württembergs beim Bundespokal in Biedenkopf auflaufen werden.
