Zurück an die Basis Heidelberg, 27. September 2008

Der VC Olympia Rhein-Neckar (VCO RN) hat mit einem neuen Konzept seine Arbeit im September 2008 wieder aufgenommen. „Wir haben uns dafür entschieden, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern unserer Aufgabe „der Förderung von Talenten“ auch nach der Schließung des Bundesstützpunktes durch den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) weiterhin nach zu kommen“ so Bernhard Behler, der Vorsitzende des VCO RN.
Daher hat der Vorstand des VCO RN ein neues Konzept verabschiedet, demzufolge die talentiertesten Jungen und Mädchen im Nordbadischen Raum gezielt gefördert werden. Dazu hat der VCO RN beim Nordbadischen Volleyball-Verband (NVV) seine Möglichkeit wahrgenommen, Sonderspielrechte in NVV Spielklassen zu beantragen.
VCO RN Sportwart Kai Filsinger (Wiesloch) in Personalunion auch für den Leistungssport des NVV zuständig, beantragte für die beiden VCO Teams einen Platz in der Landesliga Rhein-Neckar. Der Vorstand des NVV befürwortete diesen Antrag, so dass sich nun die beiden Teams im Spieljahr 2008/09 in der Landesliga Rhein-Neckar mit den dort spielenden Erwachsenenmannschaften messen werden. Beide Teams rekrutieren sich aus den talentiertesten Nachwuchsspielern der Vereine des NVV und werden in einer einfachen Runde gegen jede Mannschaft der Landesliga einmal antreten. Eine Doppelrunde wollten die Verantwortlichen den Jugendlichen nicht zumuten, nehmen diese doch weiterhin das Spielrecht in ihrem Heimatverein wahr und auch am Jugendspielbetrieb teil.
Für die Vereine der Landesliga fließt das Spiel gegen die VCO RN Mannschaften ganz regulär in die Wertung der Tabelle ein und kann am Ende auch über Auf- und Abstieg einzelner Mannschaften entscheiden. Das Mädchenteam besteht aus Spielerinnen der Jahrgänge 1994/95 und wird von Torsten Kaufmann (Mannheim) betreut. Sein männlicher Pendant ist Adnand Zinela (Mannheim), der die Jungen der Jahrgängen 1993/94 trainiert. Beide sind zudem noch für die NVV Auswahlen verantwortlich.
Am vergangenen Wochenende absolvierten beide Teams ihre ersten Spiele und konnten dabei nachweisen, dass die Eingliederung in die Landesliga sportlich sinnvoll ist. Konnten die Jungs doch zumindest das Spiel gegen die TSG Wiesloch in einem Satz ganz offen gestalten und der VSG Mannheim/Käfertal sogar im ersten Satz das Nachsehen geben und auch der 3. Satz ging nur ganz knapp verloren. Die Mädchen überraschten, den nach einem zwar deutlichen, aber stets hart umkämpften 0:3 gegen die SG Ketsch/Brühl, besiegten sie die TSG Rohrbach 3 im zweiten Match des Tages mit 3:0 und schafften damit ihren ersten Sieg. Beide Trainer zeigten sich mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden und sehen den nächsten Paarungen erwartungsvoll entgegen. Kai Filsinger, der die Spiele beobachtet hatte, war ebenfalls von den Leistungen angetan und konnte mit der Gewissheit, dass die Entscheidung, die Jugendlichen mit diesem Konzept gesondert zu fördern, die richtige war, seinen Kollegen in den Vorständen VCO RN und NVV Bericht erstatten.

Landesliga Damen Rhein-Neckar

VCO Rhein-Neckar- SG Ketsch Brühl 0:3
VCO Rhein-Neckar- TSG Rohrbach3 3:0

Landesliga Herren Rhein-Neckar

VCO Rhein-Neckar- TSG Wiesloch 0:3 (13,11,22)
VCO Rhein-Neckar- VSG MA/Käfertal 1:3 (-22,11,23,9)

Die nächsten Spieltage:

Landesliga Damen:
1.11. SG Ketsch/Brühl 2 und VSG MA/Käfertal 2 - DJK Hockenheim
16.11. TSV Handschuhsheim
Landesliga Herren:
1.11. TG Sandhausen und VSG MA/Käfertal 2
16.11. TSV Handschuhsheim

Spielbericht Mädchen:

Der erste Spieltag des VC Olympia Rhein-Neckar am 20.09.08 in der Neckarstadt-Halle konnte durchaus ein Erfolg genannt werden. Das erste Spiel gegen Ketsch-Brühl begann gut, vor allem die kämpferische Leistung stimmte. Kein Ball wurde verloren gegeben, aber letztlich musste der 1. Satz hart umkämpft 22:25 abgegeben werden. Im 2. Satz konnte man das hohe Niveau des ersten Satzes aber nicht mehr halten und unterlag klar den Ketsch-Brühlerinnen. Im dritten Satz besann sich das VCO Team wieder seiner Stärken und konnte bis zur Satzmitte gut mithalten. Gegen Ende setzen sich die erfahrenen Spielerinnen aus Ketsch-Brühl durch und gewannen somit das Spiel 3:0. Trotz des verlorenen Spiels ging man zuversichtlich ins nächste Spiel. Der Anfang gegen die TSG Rohrbach 3 war kein Problem und man setzte sich mit 25:20 durch. Dank dieses Satzsieges gewann man an Selbstvertrauen und zeigte auch in den folgenden beiden Sätzen eine gute Leistung. Vor allem den starken Angriffen von Sandra Sabic hatten die TSGlerinnen nicht viel entgegen zu setzten. Aber auch alle anderen Spielerinnen des VCO-Rhein-Neckar/NVV glänzten durch starke Abwehr- und Angriffsleistungen. War man mit relativ niedrigen Erwartungen in die Neckarstadt-Halle gekommen, umso erfreulicher war der gelungene Auftakt in der Landesliga.

Spielbericht Jungen:

Der Auftakt gegen Wiesloch war von großer Nervosität geprägt. Insbesondere unser der Angriff war die "Achillesferse" in den beiden ersten Sätzen. Erstaunlicherweise war das Annahmespiel konstant genug, um einen sicheren Angriff aufzubauen. Die ungenauen Pässe brachten jedoch die Angreifer oft in Verlegenheit, so dass sich ein ängstliches und fehlerhaftes Angriffsspiel bis Ende des zweiten Satzes wie ein roter Faden durch unser Spiel zog. Die neue Aufstellung der Wieslocher zu Beginn des dritten Satzes machte unserer Mannschaft mehr Mut und wir spielten bis zum 22. Punkt auf Augenhöhe mit dem Gegner. Gegen die VSG Mannheim spielten unsere Jungs zu Beginn des ersten Satzes unbeeindruckt und echt stark auf. Mit gekonnten und teilweise starken Angriffsversuchen gingen wir in Führung. Das überraschte den Gegner, der unsere gefährliche Aufschläge nicht gut annehmen konnte. Mit zunehmendem Spielverlauf wurde unser Zuspiel wesentlich konstanter und Kevin Eisenschmitt steigerte sich zu einer starken Angriffsleistung, die er bis zum Spielende zeigen konnte. "Wie gewonnen, so zerronnen" verlief nach gewonnenem ersten Satz der zweite mit vielen Schwächen insbesondere in Annahme und Abwehr. Im dritten Satz erwachten die Jungs wieder und begannen um jeden Ball mit großem Einsatz zu kämpfen. Auch die Blockleistung wurde immer besser. Lediglich am Ende des Satzes zeigte sich die mangelnde Erfahrung oder war es doch die Aufregung? - und wir ließen uns "die Butter vom Brot nehmen". Die Enttäuschung war unseren Spielern anzusehen und sie leisteten am Ende fast keine Gegenwehr mehr. Insgesamt gab es einige starke Spielphasen, die Hoffnung für die Zukunft machen!